Aktuelles

Evangelische Schulzentrum Martinschule in Greifswald gewinnt den Deutschen Schulpreis 2018

Die Delegation der Martinschule bei der Preisverleihung in Berlin, Foto: Carola Felk

Herzlichen Glückwunsch! Das Evangelische Schulzentrum Martinschule in Greifswald gewinnt den Deutschen Schulpreis 2018

Wir gratulieren den Schülerinnen und Schülern und allen Pädagoginnen und Pädagogen des Evangelischen Schulzentrums Martinschule zum Deutschen Schulpreis 2018! Die Verleihung des Schulpreises stellt eine großartige und verdiente Anerkennung für eine Schule dar, die die Persönlichkeit eines jeden Kindes beständig im Blick hat und es individuell fördern möchte. Die Auszeichnung erfolgte am 14.05.2018 in Berlin durch die Bundesbildungsministerin Anja Karliczek. Der Deutsche Schulpreis ist der bekannteste und anspruchsvollste Preis für hervorragende Schulen in der Bundesrepublik und als Hauptpreis mit 100.000 Euro dotiert.

In der Martinschule wird nach einem besonderen Unterrichtskonzept gearbeitet, das in beispielhafter Weise inklusiven Unterricht in die Praxis umsetzt. So lernen die Klassenstufen der Sekundarstufe I seit drei Jahren vollinklusiv innerhalb einer Jahrgangsstufe. In der Martinschule werden grundsätzlich Kinder aller sonderpädagogischen Förderschwerpunkte ohne Ausnahme und Selektion aufgenommen und bestmöglich pädagogisch unterstützt. Dabei ist der Anteil der Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf mit ca. 40 bis 50 Prozent sehr hoch. Zudem werden besonders viele Schülerinnen und Schüler mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt geistige Entwicklung beschult. Auch diese, sonst kaum in der inklusiven Beschulung berücksichtigte Gruppe, stellt einen selbstverständlichen Anteil der inklusiven Schulgemeinschaft der Martinschule dar. Die Herausforderungen, denen sich das Kollegium mit der Beschulung von schwer kognitiv und emotional-sozial beeinträchtigten Schülerinnen und Schülern stellt, verdienen eine besondere Hochachtung. 

Das Pädagogenteam bespricht die Lernziele der Kinder und plant eine sehr umfassende, individuelle Förderung. Diese findet abhängig vom Förderbedarf des Kindes überwiegend in der Klassen- bzw. Stufengemeinschaft statt, aber auch im Einzelsetting mit therapeutisch orientierten Zusatzangeboten. Dabei wird auch bei Kindern mit einem hohen Grad an Förderbedarf auf ein eigenaktives, strukturiertes Lernen Wert gelegt.

Grundsätzlich halten die Kolleginnen und Kollegen der Martinschule ein niedrigschwelliges Angebot für Fördermaßnahmen vor. Die Lernerfolge und die hohe soziale Kompetenz der Kinder geben Auskunft über den Erfolg der Unterrichtskonzeption der Martinschule.

Das große Interesse an Innovation wird in der Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Sonder- und Inklusionspädagogik und dem Lehrstuhl für Schulpädagogik an der Universität Greifswald deutlich, da vielfältige Angebote zur studentischen Ausbildung gemeinsam geplant und umgesetzt werden. So erstellen Studierende an der Martinschule eine sonderpädagogische Fallstudie. Die dafür notwendigen Rahmenbedingungen werden vom Leitungsteam der Martinschule geschaffen und zeitlich und personell unterstützt. Erkenntnisse, die sich aus den Ergebnissen der Fallstudien ergeben, werden zwischen dem Team der Martinschule und den Studierenden besprochen und weitere Maßnahmen zur optimierten Förderung eines jeden einzelnen Kindes abgeleitet. Die Studierenden schätzen es sehr, dass ihre Bemühungen um die Lernerfolge eines spezifischen Kindes vom Kollegium ernst genommen und aufgegriffen werden.

Das Team des Instituts für Erziehungswissenschaft freut sich auf eine weitere intensive und innovative Zusammenarbeit mit der Martinschule.


Zurück zu allen Meldungen