Methoden für den Einstieg

1. Speed-Dating
| Die Methode Speed Dating ist eine aktivierende Austauschmethode, bei der Lernende in kurzen Gesprächsrunden mit wechselnden Partner*innen über eine Fragestellung diskutieren. |
| Ablauf: Die Lehrkraft formuliert mehrere kurze Leitfragen zum Thema. Anschließend stellen oder setzen sich die Lernenden paarweise gegenüber. Für etwa zwei bis drei Minuten tauschen sie ihre Gedanken zur Fragestellung aus. Danach wechseln die Gesprächspartner*innen, häufig indem eine Reihe von Lernenden einen Platz weiter rückt. Gleichzeitig kann auch eine neue Frage gestellt werden. Dieser Ablauf wird mehrere Runden wiederholt, sodass möglichst viele kurze Gespräche entstehen. |
| Besonderheiten bzw. Stolpersteine: Die Methode eignet sich besonders gut, um Vorwissen zu aktivieren oder viele Perspektiven zu sammeln. Wichtig ist eine klare Zeitstruktur, damit die Gespräche nicht zu lang werden. Zudem sollten die Fragen klar formuliert sein, damit die Lernenden schnell ins Gespräch kommen. In größeren Gruppen kann es sonst zu Unruhe oder Orientierungsschwierigkeiten beim Partnerwechsel kommen. |
| Beispiel: Zum Einstieg in ein Thema wie „Nachhaltigkeit“ diskutieren die Lernenden Fragen wie: „Was bedeutet Nachhaltigkeit für dich?“ oder „Wo begegnest du Nachhaltigkeit im Alltag?“ |

2. Wordcloud/Wortwolke
| Die Methode der Wortwolke dient dazu, spontane Gedanken, Assoziationen oder Vorwissen zu einem Thema sichtbar zu machen. |
| Ablauf: Die Lehrkraft nennt ein Thema oder eine Leitfrage. Die Lernenden sammeln spontan Begriffe, die ihnen dazu einfallen. Diese werden entweder digital über ein Wordcloud-Tool oder analog an der Tafel gesammelt. Häufig genannte Begriffe erscheinen größer oder werden stärker hervorgehoben. Anschließend kann gemeinsam über die Begriffe gesprochen und das Vorwissen der Klasse reflektiert werden. |
| Besonderheiten bzw. Stolpersteine: Die Methode ist besonders geeignet, um Vorwissen zu aktivieren oder einen ersten Zugang zum Thema zu schaffen. Wichtig ist, dass genügend Zeit für die anschließende Besprechung der Begriffe eingeplant wird. Ohne Reflexion bleibt die Methode sonst oberflächlich. Zudem sollte darauf geachtet werden, dass möglichst viele Lernende beteiligt werden. |
| Beispiel: Zum Einstieg in ein neues Thema wie „Demokratie“ sammeln die Lernenden Begriffe wie „Wahlen“, „Mitbestimmung“, „Rechte“ oder „Parlament“. |

3. Beende den Satz
| Bei der Methode „Beende den Satz“ reagieren Lernende spontan auf einen vorgegebenen Satzanfang und äußern kurze Gedanken oder Meinungen. |
| Ablauf: Die Lehrkraft nennt einen Satzanfang, der zum Thema der Stunde passt. Die Lernenden ergänzen diesen Satz nacheinander mündlich oder schriftlich. Dabei können einzelne Lernende aufgerufen werden oder die Aussagen werden freiwillig genannt. Die Antworten werden gesammelt und anschließend kurz besprochen. |
| Besonderheiten bzw. Stolpersteine: Die Methode eignet sich besonders für kurze Blitzlichter oder zur Aktivierung von Vorwissen. Wichtig ist, dass die Lernenden keine Angst vor „falschen“ Antworten haben. Die Aussagen sollten daher wertschätzend aufgenommen werden. Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass mehrere Lernende zu Wort kommen. |
| Beispiel: Zum Thema Schule könnte der Satzanfang lauten: „Eine gute Lehrerin oder ein guter Lehrer ist für mich …“ |

4. Think Pair Share (TPS)
| Think–Pair–Share ist eine kooperative Lernmethode, bei der Lernende zunächst alleine nachdenken, sich anschließend austauschen und ihre Ergebnisse danach im Plenum vorstellen. |
| Ablauf: In der ersten Phase („Think“) denken die Lernenden individuell über eine Fragestellung nach und notieren ihre Ideen. In der zweiten Phase („Pair“) tauschen sie sich mit einer Partnerin oder einem Partner über ihre Gedanken aus. Gemeinsam vergleichen sie ihre Ergebnisse und ergänzen sie. In der dritten Phase („Share“) werden ausgewählte Ergebnisse im Plenum vorgestellt und diskutiert. |
| Besonderheiten bzw. Stolpersteine: Diese Methode ermöglicht es allen Lernenden, aktiv über ein Thema nachzudenken, bevor sie ihre Ideen teilen. Dadurch wird die Beteiligung im Unterricht erhöht. Wichtig ist jedoch eine klare Zeitstruktur für jede Phase. Außerdem sollte die Lehrkraft gezielt Beiträge aus der Partnerphase in die Plenumsphase einbinden. |
| Beispiel: Zum Einstieg in eine Unterrichtseinheit zum Thema „Klimawandel“ überlegen die Lernenden zunächst alleine, welche Ursachen sie kennen. Danach tauschen sie sich mit einem Partner aus und präsentieren anschließend ihre wichtigsten Punkte im Plenum. |
